U-Bahn Wien â U2 17-21
Wien, Ăsterreich / 03.2021 - 12.2030
Gemeinsam mit dem ARGE Partner STRABAG erhielt die PORR den Zuschlag fĂŒr die erste Baustufe des gröĂten zusammenhĂ€ngenden Bauprojekts der Wiener Linien. Mit dem weiteren Ausbau des U-Bahn-Netzes sollen die Angebote im öffentlichen Verkehr der Stadt Wien weiter gestĂ€rkt werden.
Facts & Figures
Unternehmen
ARGE Porr Bau GmbH â Strabag AG
Projektart
Tunnelbau
Bauzeit
03.2021 - 12.2030
Das Wiener U-Bahn-Netz wÀchst weiter
Bis 2030 werden bestehende U-Bahn-Linien verlĂ€ngert, modernisiert oder neu gebaut. GeĂ€nderte StreckenfĂŒhrungen und neue Abschnitte sollen zudem bestehende Linien entlasten und den Wienerinnen und Wiener eine verbesserte MobilitĂ€t in der ganzen Stadt bietet.
Gestartet wurde mit den Tunnelbauarbeiten an der neuen U-Bahn U2 am Matzleinsdorfer Platz. Die beiden jeweils 4 km langen Tunnelvortriebe werden mittels Neuer Ăsterreichischer Tunnelbaumethode (NĂT) errichtet. Dabei wird mit Baggern Meter fĂŒr Meter nach vorne gegraben und der Tunnel mit Spritzbeton gesichert. Vereisungsbohrungen, die im Vorfeld bereits durchgefĂŒhrt wurden, sorgen fĂŒr StabilitĂ€t im Erdreich.
Parallel zum Tunnelbau arbeiten die Teams von Spezialtiefbau und Ingenieurbau am Ausbau der SchĂ€chte entlang der Strecke, sodass ein kontinuierlicher Tunnelvortrieb möglich ist. Die SchĂ€chte haben eine Tiefe von bis zu 35 m und werden in Deckelbauweise hergestellt. Die Baugrubensicherung erfolgt gröĂtenteils mittels aufgelöster BohrpfahlwĂ€nde mit PfahllĂ€ngen von ca. 40 m und Durchmessern zwischen 90 und 120 cm. Der Nordschacht im Bereich Matzleinsdorfer Platz wird mittels einer 120 cm dicken SchlitzwandumschlieĂung mit einer Tiefe von 42 m hergestellt.
Nach Fertigstellung der Tunnel im Umfeld der neuen U2-Stationen kommt der sogenannte âMaulwurfâ, eine Schildvortriebsmaschine, zum Einsatz. Sie grĂ€bt sich rund 4 km unter den Bezirken 10, 5, 6 und 7 vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Augustinplatz. Diese Maschine wurde speziell fĂŒr diesen Einsatz in Wien konzipiert und hat eine GesamtlĂ€nge von 120 m und ein stattliches Gewicht von 1.200 t. Nach getaner Arbeit hat sie zwei U2-Streckenröhren mit einem Ausbruchsdurchmesser von 6,84 m geschaffen. Es handelt sich dabei um eine minimal-invasive Baumethode, bei der OberflĂ€che, Verkehr und Umwelt so wenig wie möglich belastet werden.
Um das Projekt im dicht bebauten und urbanen Umfeld möglichst schnell voranzutreiben, ist das Tunnelbauteam 24/7 im Schichtbetrieb tÀtig. Zu den Spitzenzeiten sind bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran beteiligt.
Insgesamt werden bei diesem Projekt rund 362.000 m3 Beton, 27.500 t Bewehrung, 652.000 m3 Erdbau und 40.500 lfm BohrpfÀhle bewegt und verbaut.